Das Ohr an der Maschine
Hans G. Hauri KG Mineralstoffwerke

Über den Kunden

Hans G. HAURI KG Mineralstoffwerke ist ein steinverarbeitendes Unternehmen mit Sitz in Bötzingen am Kaiserstuhl. HAURI ist spezialisiert auf die hochwertige Veredelung von mineralischen Rohstoffen.

Das Unternehmen betreibt drei Standorte im Dreiländereck zwischen Frankreich und der Schweiz. Das Produktspektrum ist vielseitig und findet Anwendung in der Bauwirtschaft bis hin zur Forstwirtschaft, Geothermie, Gesundheitswesen oder Umwelt. Im Werk Merdingen wird der Jura-Kalkstein des Tuniberg abgebaut. In einem aufwändigen technischen Verfahren wird der Rohstoff in dem eigenen Kalkschachtoffen zu Kalziumoxid gebrannt, einem der wichtigsten Produkte für Umweltschutz, Abwasserreinigung, Trinkwasseraufbereitung, Rauchgasentschwefelung uvm. Die Firma Hauri gehört zu den innovativen Unternehmen der Branche mit hochmodernen Produktionsanlagen sowie eigenen Forschungs- und Qualitätslaboren.

Herausforderung

Am Standort Merdingen betreibt die Firma HAURI einen Kalkschachtofen, das Kernstück der Kalkherstellung. Wie so oft bei essentiellen Produktionsanlagen ist die Frage nach dem Gesundheitszustand von entscheidender Bedeutung. Ungeplante Stillstände sind nicht nur teuer und haben großen Einfluss auf die nachfolgenden Verarbeitungsschritte. Nicht alle Bauteile von komplexen technischen Anlagen können vorgehalten werden, so dass eine spontane Beschaffung zu einer enormen Herausforderung werden kann. Ziel ist, den sich anbahnenden Schaden rechtzeitig zu erkennen, um ungeplante Ausfälle zu vermeiden und Ersatzteile und Tauschanlagen nach Bedarf zu beschaffen.

Mit der kontinuierlichen Überwachung des Ofens habe ich immer ein Ohr an der Maschine und kann jederzeit reagieren. Wir haben alleine durch das Monitoring schon viele kleinere Probleme entdeckt und optimieren können.

Dipl. Ing. Rainer Zwick - Technischer Leiter

Lösung

HAURI hat sich dazu entschieden, mit der Einführung des Condition-based Maintenance (CBM)-Cockpits der RODIAS GmbH den Zustand ihrer Produktionsanlagen genauer zu überwachen. Der entscheidende Vorteil ist, dass der Gesundheitszustand kontinuierlich aufgezeigt wird. Der Instandhalter hat quasi das „Ohr immer an der Maschine“. Beim Auftreten von Abweichungen, werden im Cockpit automatisch Warnungen und Alarme ausgelöst.

Die niederschwellige Integration instandhaltungsbezogener sensorischer Daten ist ein Novum und ermöglicht den schnellen Einstieg in vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance). Das CBM-Cockpit erkennt den sich ankündigenden Verschleiß von Anlagen und Zustandsänderungen durch eine Schwingungsanalyse. Das Verletzen von Warn- und Alarmgrenzen generiert automatisiert Aufträge und Handlungsempfehlungen.

Nutzen

Durch die Einführung des CBM-Cockpits ist HAURI in der Lage den Verschleiß der kritischen Komponenten am Kalkschachtofen frühzeitig zu erkennen und kann somit vor dem Ausfall der Anlage rechtzeitig reagieren. Das CBM Cockpit ermöglicht außerdem das Lernen aus den aufgezeichneten Daten und somit die Aufklärung der Schadensursachen. Dadurch können zukünftige Schäden und die daraus folgenden Ausfälle vermieden werden. 

Die Planung von Instandhaltungsmaßnahmen wird durch das neue System belastbarer und wirkt sich günstig auf die Ausnutzung von Restlaufzeiten aus. Gerade die Lagerwirtschaft profitiert von bedarfsgerechter Planung in Bezug auf Vorhaltung, Platz und Kosten. In Summe brachte die Einführung des Condition-based Maintenance Cockpit eine Reduzierung von Ausfällen, Kostenersparnis durch frühzeitiges Erkennen von Problemen und mehr Vertrauen in den Gesundheitszustand der Anlagen.