Optimierung des anlagenmanagements
Häfen und Güterverkehr Köln AG

Über den Kunden

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Köln mit den Geschäftsschwerpunkten Eisenbahngüterverkehr, Binnenfrachtschifffahrt, Hafenumschlag, Fahrzeugwerkstatt, Netzvorhaltung und Immobilienvermietung.

Gemeinsam mit der Neuss-Düsseldorfer Häfen gründete die HGK das Logistik-Unternehmen RheinCargo und lagerte den Hafen- und Eisenbahnbetrieb dorthin aus, um die Ressourcen zu bündeln und die Hafenumschlagsleistung weiter zu erhöhen. Im ersten Geschäftsjahr konnte RheinCargo den Frachtumschlag in den Häfen bereits auf 27,7 Millionen Tonnen steigern. Darüber hinaus fertigt das Unternehmen in Köln, Neuss und Düsseldorf auf sieben Frachtumschlaghäfen jährlich fast 8.000 Schiffe ab.

Zur Erbringung dieser umfangreichen Logistikleistungen betreibt die RheinCargo 83 Lokomotiven mit 648 Güterwaggons und hat sich zur größten privaten Güterbahn in Deutschland entwickelt. Die Transportleistung nach Deutschland und in das benachbarte Ausland liegt über 3,4 Milliarden Netto-Tonnen Kilometer. Die HGK selber unterhält als Infrastrukturanbieter ein Gleisnetz mit etwa 100 km Länge. Die HGK-Gruppe erzielte 2019 einen Jahresumsatz von über 75 Millionen Euro.

Herausforderung

In den letzten zehn Jahren hat die HGK ihr Geschäft stark ausgeweitet. Das Unternehmen benötigte deshalb eine neue Lösung zur Unterstützung des Betriebs der Geschäftseinheiten Häfen und Schienengüterverkehr, die die Anlagenverwaltung
optimieren und vorbeugende Instandhaltung ermöglichen sollte. Die HGK wollte Transparenz über ihren gesamten Anlagenbestand
erlangen. Außerdem sollten alle dazu wichtigen Prozesse integriert, sowie der Einkauf und die Materialwirtschaft optimiert werden. Zudem war gefordert, dass technische Dienstleistungen für andere Unternehmen organisiert und abgerechnet werden können. Das Unternehmen wandte sich deshalb an RODIAS mit der Bitte um Unterstützung.

Lösung

Die HGK implementierte eine Lösung auf Basis von IBM Maximo Asset Management zur Verwaltung ihres vielfältigen Anlagenportfolios. RODIAS unterstützte die Reorganisation der Prozesse, passte das System an, implementierte Schnittstellen und übernahm die laufende Betreuung des Systems. Nach einer detaillierten Untersuchung entschied die HGK, Instandhaltung und Beschaffungsprozesse für die Hafeneinrichtungen und den Fuhrpark in einer einzigen Lösung zu konsolidieren. RODIAS unterstützte das Unternehmen bei der Abbildung der komplexen Anlagenstrukturen und beim Import der Daten in das System. Die neue Lösung wird sowohl für die Anlagenverwaltung und Instandhaltung als auch für die Lagerverwaltung im Geschäftsbereich Häfen sowie für die Materialwirtschaft im Schienengüterverkehr genutzt.

Die Instandhaltungsplanung und Überwachung sowie die Wartung und Inspektion gehören zu den wichtigsten Aufgaben für die HGK, weil sich das Unternehmen schlecht funktionierende Anlagen jeglicher Art nicht leisten kann. Undichte Rohrleitungen oder Container sowie überfällige Wartungsmaßnahmen von Kränen oder Lokomotiven können verheerende Auswirkungen auf die Menschen oder die Umwelt und damit auch auf das Geschäft und das Ansehen der HGK-Gruppe haben. Und das gilt ganz besonders, weil die HGK-Gruppe zusätzlich zu den anderen Gütern auch Öl, Treibstoffe, Gase, Säuren und andere Gefahrstoffe transportiert. Schon der Ausfall eines einzigen Kranes oder einer Lokomotive birgt ein großes Risiko, das die HGK-Gruppe unbedingt vermeiden muss, weil sonst ernsthafte Verletzungen von Personen drohen.

Nutzen

Die neue Lösung bietet eine komplette Übersicht aller Reparaturen und Wartungsmaßnahmen. Die Kostentransparenz wird verbessert und der Planungsaufwand wird mithilfe umfassender Einblicke in den Kostenstatus jeder Anlage reduziert.

Die HGK ist nun in der Lage vorausschauend Risiken und Problembereiche zu identifizieren. Durch die Bereitstellung aussagekräftiger Zeichnungen, Diagramme und Datenblätter im Dashboard per Knopfdruck wird die Effizienz gesteigert. Die Möglichkeit bedarfsgerechter Bestellungen verbessert außerdem die Materialwirtschaft und Verbrauchsplanung.